Geschichte 1729-2014

Seit seiner Gründung ist Perrelet ein Vorreiter in der Uhrmacherkunst. Dieser Pioniergeist ist fest in der Geschichte und den Werten des Hauses verankert. Vor fast 250 Jahren erfand Perrelet die Automatikuhr und zeichnet sich heute unverändert durch avantgardistische Konzepte und eine umfassende Meisterschaft in der Entwicklung und Herstellung seiner Zeitmesser aus. Mit höchster Präzision und technischer Sorgfalt führt das Uhrenhaus die Tradition seines legendären Gründers Abraham-Louis Perrelet und dessen Erben, wie Louis-Frédéric Perrelet, fort.

1729

Abraham-Louis Perrelet wird in Le Locle, im Neuenburger Jura, geboren. Von Jugend an interessiert er sich für die Uhrmacherei und baut Präzisionsinstrumente. Dank seiner künftigen genialen Erfindungen, soll dieser Meister seines Faches als einer der größten Uhrmacher aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

1777

In den 1770er Jahren beginnt Abraham-Louis Perrelet die Arbeit an einem System, das nach einem ersten Anstoß auf unbegrenzte Zeit weiterläuft. 1777 vollendet er seine revolutionäre Innovation: das Uhrwerk mit automatischem Aufzug. Bis zum heutigen Tage wurde nichts Besseres erschaffen, um mechanische Kaliber in Bewegung zu halten. Seine Erfindung besitzt also nach wie vor einen einzigartigen Stellenwert in der Uhrmacherkunst.

1780

Abraham-Louis Perrelet entwickelt das erste Podometer und die ersten Uhren mit Zylinderhemmung, Duplex, Kalender und Zeitgleichung. Zudem feilt er an der Feinbearbeitung und verbessert Triebe, Räder und Hemmung sowie seinen eigenen Aufzugsmechanismus.

1781

Louis-Frédéric Perrelet, der Erbe des großväterlichen Uhrmachergenies, wird 1781 geboren. Der Großvater fördert seine frühe Neigung zu Mechanik und Mathematik. Nach dieser Lehrzeit setzt er seine Ausbildung bei Breguet in Paris fort. Sein Talent erwirbt ihm rasch ein Renommee als selbständiger Uhrmacher.

1823

Sein wachsendes Interesse an Astronomie, Physik und Naturwissenschaften allgemein führt Louis-Frédéric Perrelet zur Entwicklung sogenannter Gelehrtenuhren. Mit einer astronomischen Pendule aus dem Jahre 1815, die bei der Weltausstellung in Paris 1823 gezeigt wird, beginnt seine Laufbahn als Uhrenmechaniker von drei französischen Königen.

1827

Bei der offiziellen Ausstellung französischer Industrieprodukte präsentiert er einen physikalischen und astronomischen Zwischenzeitzähler, der im März 1828 patentiert und 1830 von der Wissenschaftsakademie ausgezeichnet wird.

1834

Als krönender Beweis für seinen europaweiten Ruf wird Louis-Frédéric Perrelet, der bereits zahlreiche Goldmedaillen erhalten hat, zum Ritter der Ehrenlegion erhoben.

1995

Perrelet entwickelt und baut das erste Automatikkaliber mit dem sogenannten „Doppelrotor“. Dieses einzigartige System verbindet den automatischen Aufzug des Uhrwerks mit einem Rotor auf der Zifferblattseite. Das Modell Dipteros bedeutet einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Hauses, der bereits zahlreiche exklusive Innovationen vorausahnen lässt.

2009

Perrelet führt das nunmehr legendäre Modell Turbine ein. Auf der Grundlage des Doppelrotor-Uhrwerks verwandelt sich die Masse der Zifferblattseite in ein Schaufelrad, das sich mit Höchstgeschwindigkeit dreht. Die Turbine eröffnet schier grenzenlose Möglichkeiten für einzigartige, authentische Uhrenkreationen.

2012

Perrelet erreicht einen neuen Meilenstein auf dem Weg zu völliger Unabhängigkeit mit dem Kaliber P-321, dem ersten gänzlich intern entwickelten und gefertigten Manufakturuhrwerk, das nun die meisten Zeitmesser des Hauses ausstatten soll. Dieses Basiskaliber wird in Folge durch neue Uhrmacherkomplikationen ergänzt. Damit erlangt Perrelet eine vollständige Produktionsautonomie, die seine kreative Freiheit und Legitimität als Uhrmacher gewährleistet.

2013

Die Turbine Chrono stellt Perrelets Kreativität erneut unter Beweis: Der Turbineneffekt wird nun mit einer Uhrmacherkomplikation verbunden. Im selben Jahr erscheint auch das Turbillon, eine gelungene Kombination aus Turbine und Tourbillon, die in den hauseigenen Werkstätten gefertigt wird. Diese beiden vollkommen neuartigen Modelle verkörpern Perrelets Know-how und Fähigkeit, das Konzept „Turbine“ ständig weiterzuentwickeln.

2014

Die Turbine setzt zum Höhenflug an. Perrelet präsentiert die Turbine Pilote zu Ehren der Luftfahrt, die wie die Uhrmacherkunst auf Mut und Genauigkeit beruht. Die Modelle dieser Kollektion vereinen die Turbine mit einem Flugzeug-Rechenschieber. Bei der im gleichen Jahr herausgebrachten Turbine Skeleton dreht sich das für die Linie charakteristische Titanschaufelrad erstmals über einem skelettierten Manufakturuhrwerk.

2015

Perrelet feiert das zwanzigjährige Jubiläum seines legendären Doppelrotors. Die Kollektion First Class Double Rotor Skeleton mit dem hauseigenen Manufakturkaliber P-481 vereint in sich die Uhrmachertradition des innovativen Doppelrotorkonzepts und Perrelets Know-how in der Kunst des Skelettierens.